Ab dem 40. Lebensjahr, bei Risikofaktoren (Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck) auch früher, sind regelmäßige Untersuchungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinnvoll. Dazu gehört eine ärztliche Grunduntersuchung, eine Lungenfunktionsuntersuchung, Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader (die Wanddicke bzw. Ausmaß von Ablagerungen korreliert mit dem Risiko) und vor Allem eine Belastungsergometrie. Bei der Belastungsergometrie wird auf einem fest stehenden Fahrrad der Kreislauf in Schwung gebracht und kontinuierlich ein EKG geschrieben und die Sauerstoffsättigung im Blut gemessen. Durch die ansteigende Belastung steigt der Blutdruck und Puls man kann das individuelle Kreislaufverhalten und die Leistungsfähigkeit bewerten. Typische EKG-Veränderungen können für das Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung mit Risiko für einen Herzinfarkt sprechen.
Insbesondere für Menschen, die eine Trainingspause hatten, oder im mittleren oder höheren Alter mit Sport beginnen möchten, ist eine gleichzeitige Lactatmessung sinnvoll. Dabei wird mehrfach ein Tropfen Blut am Ohr entnommen. Bei einem idealen Trainingspuls (im sogenannten aeroben Stoffwechsel) ist das Lacatat im Normbereich. Ist die Belastung zu hoch, steigt der Puls weiter an und der Stoffwechsel reagiert im anaeroben Stoffwechsel mit Übersäuerung das Lactat im Blut steigt. So kann das individuelle Trainingsmaß gefunden werden.